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Toni-Areal Zürich gewinnt Gold-Trophy 2014
Meldung vom 1. März 2014

Toni-Areal Zürich gewinnt Gold-Trophy 2014
Toni-Areal Zürich gewinnt Gold-Trophy 2014

Das Siegerobjekt der diesjährigen Rigips Trophy wurde vom Zürcher Architekturbüro EM2N und vom Trockenbauspezialisten Goger-Swiss in Dietlikon ausgeführt. Das von der Allreal Toni AG als Bauherrin realisierte Grossprojekt verrät die hervorragende Trockenbauleistung erst beim Blick unter die Gipsoberfläche, die aus ästhetischen und akustischen Gründen oft mit anderen Materialien bekleidet ist. Viele der 20 eingereichten Trophy-Objekte beeindrucken mit technischen Stärken. Der fortschrittliche Trockenbau ist zu mehr in der Lage als „nur“ zur Verkleidung und Formgebung, wie die diesjährige Rigips Trophy beweist. Rund 160 Gäste verfolgten die professionelle und unterhaltsame Preisverleihung am 28. Februar 2014 in Lausanne.

Bei einem Zweckbau wie dem Toni-Areal, dem einst grössten Milchverarbeitungsbetrieb Europas und heute neue Heimat der Zürcher Hochschule der Künste, beeindruckt das schiere Ausmass und die Vielfalt der Anwendungen mit Gips. Obwohl – oder gerade weil – der Trockenbau überall ist, sieht man ihn nicht. Seine Leistung in Sachen Raumstruktur, Schall- und Brandschutz sowie Akustik ist für das Funktionieren des gesamten Bauwerkes umso wichtiger. Die Jury, bestehend aus Architekten und Gipsermeistern, sagt: „Dieses Grossprojekt wurde einer umfassenden Umnutzung unterzogen, die einzig und allein dank des konsequenten Einsatzes von Trockenbausystemen überhaupt möglich war.“ Ein wesentlicher Grund für dieses positive Urteil ist der geringe Lasteneintrag von Gips gegenüber anderen Baumaterialien, nachdem zwei zusätzliche Zwischenböden eingebaut wurden. Die Jury fährt fort: „Um die hochgesteckten Ziele zu erreichen, hat der Trockenbauer auch neue Wege beschritten, komplexe konstruktive Lösungen erarbeitet und diese handwerklich perfekt umgesetzt.“

Zwei weitere Trophäen
Die Silber-Trophy ging in die Westschweiz an das Gipserunternehmen M. Riedo & Fils SA sowie die beiden Archiketurbüros Aeby Aumann Emery architectes und Lateltin & Monnerat architectes für das Kollegium Gambach in Fribourg. Auch dies ein Objekt, bestehend aus einem Alt- und drei Neubauten, das vollständig mit Gipstrockenbau ausgebaut wurde. Die Jury war von der Komplexität des Gesamtprojektes, vor allem aber von der Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit des Trockenbauers beeindruckt. Bronze verdienten sich die W. Schlatter-Diethelm AG, Schaffhausen und die Architektengemeinschaft NAU Architecture/Drexler Guinand Jauslin Architekten, Zürich, für ihre Arbeit in der Raiffeisenbank Schaffhausen. „Klein, aber fein – diese Charakterisierung trifft besonders auf dieses anspruchsvolle, in sich schlüssige Umbauprojekt zu“, so die Juroren.

Zunehmende Komplexität der Anwendung
Unter Berücksichtigung des wachsenden Einsatzes von Gipstrockenbau in praktisch allen Gebäudetypen und Dimensionen, haben die Veranstalter die Spezialpreise umbenannt beziehungsweise neue geschaffen. Nebst den drei Hauptpreisen wurden Spezialpreise in den Sparten Betriebs- und Wohnungsbau sowie Innovation vergeben. Die Planungsfreiheit, die der Gipstrockenbau auch bei späteren Umnutzungen ermöglicht, war unter anderem für den Zuschlag des Spezialpreises Wohnungsbau verantwortlich. Der Südpark in Basel, geplant von der ARGE Herzog & de Meuron/Proplaning AG, Basel und umgesetzt von der ARGE G. Canonica AG/Rondoni AG, Basel konnte diesen Preis entgegen nehmen. Der beste Betriebsbau aus Trockenbau-Sicht ist das Hotel Intercontinental in Davos. Die Rheintal Gips + Fassade AG hat aufwändige Gipsbauteile vor Ort entwickelt und umgesetzt und dafür ein grosses Kompliment von der Jury erhalten. Der Innovationspreis schliesslich ging an die beiden Gstaader Gipserbetriebe Mösching Gipser und Maler AG und Werren AG sowie die Planergemeinschaft Jaggi & Partner AG, Gstaad/Chaletbau Matti Architektur, Saanen. Sie haben im Luxushotel Alpina in Gstaad mit einer „handwerklichen Spitzenleistung einer architektonischen Vision ausdrucksstarke Formen verliehen“.

Lob des SMGV-Direktors und erstmals ein Publikumspreis
Erstmals wurde unter den Gästen der Trophy-Gala auch ein „Voting“ durchgeführt. Aus den Reihen der Jury-Favoriten wählte das Publikum schliesslich das Objekt Hotel Alpina in Gstaad und belohnte damit gleich nochmal die beiden Gstaader Gipserbetriebe Mösching Gipser und Maler AG und Werren AG sowie die Planergemeinschaft Jaggi & Partner AG, Gstaad/Chaletbau Matti Architektur, Saanen für ihre herausragende Arbeit.
Peter Baeriswyl, Direktor des Schweizerischen Maler- und Gipsermeisterverbandes SMGV, zeigte sich an der Trophy-Gala von der handwerklichen Leistung „seiner“ Mitglieder beeindruckt: „Hier sehen wir die erfreulichen Früchte unserer Investitionen in die Aus- und Weiterbildung und die gute – und wichtige – Zusammenarbeit mit den Systemherstellern. Das macht mich stolz.“

Auf nach Berlin
Das Toni-Areal als Schweizer Hauptsieger wird nun zur Saint-Gobain Gypsum International Trophy 2014 eingereicht, die im Juni im Beisein der beteiligten Architekten und Gipserunternehmer in Berlin stattfinden wird. Dann werden die Landessieger aus der ganzen Welt in mehreren Sparten gegeneinander antreten. Ob die Schweiz ihren grossen Grand Prix-Erfolg von 2012 mit dem Alten Zeughaus Zug wiederholen kann?

Die Sieger
Gold-Trophy
Toni-Areal
8005 Zürich
Goger-Swiss AG, Dietlikon
EM2N I Mathias Müller I Daniel Niggli Architekten AG, Zürich
Silber-Trophy
Collège de Gambach
1700 Fribourg
M. Riedo & Fils SA, Villars-sur-Glâne
Aeby Aumann Emery architectes Sàrl/Lateltin & Monnerat architectes SA, Bulle
Bronze-Trophy
Raiffeisenbank Schaffhausen

8200 Schaffhausen
W. Schlatter-Diethelm AG, Schaffhausen
NAU Architecture/Drexler Guinand Jauslin Architekten, Zürich
Spezialpreis Betriebsbau
Hotel Intercontinental

7270 Davos
Rheintal Gips + Fassade AG, Au
Oikios GmbH, München/
Baulink AG, Davos
Spezialpreis Wohnungsbau
Südpark
4053 Basel
ARGE Südpark Gipser: G. Canonica AG/Rodoni AG, Basel
ARGE GP Südpark:
Herzog & de Meuron/

Proplaning AG, Basel
Spezialpreis Innovation
Hotel Alpina
3780 Gstaad
Mösching Gipser und Maler AG/Werren AG, Gstaad
Jaggi & Partner AG, Gstaad/
Chaletbau Matti Architektur, Saanen
Publikumspreis
Hotel Alpina
3780 Gstaad
Mösching Gipser und Maler AG/Werren AG, Gstaad
Jaggi & Partner AG, Gstaad/
Chaletbau Matti Architektur, Saanen

Die Jury
Christian Zimmermann
dipl. Architekt ETH/SIA/BSA
Zimmermann Architekten Aarau AG, Aarau/
Dozent Fachhochschule Luzern
Martin Schneider
dipl. Architekt ETH/SIA
Stoffel Schneider Architekten, Zürich
René Correvon
Ehrenpräsident FREPP (Fédération suisse romande des
entreprises plâtrerie-peinture), Gimel
André Buache
Präsident FREPP, Corcelles-près-Payerne
Jürgen Bumann
eidg. dipl. Gipsermeister und Maler
Gipsergeschäft Jürgen Bumann, Saas Fee
Marcel Koller
Direktor Verkauf & Kommunikation, Rigips AG, Mägenwil
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